Die Gedanken sind frei
Es regnet. Ich sollte die Dachrinne am Gartenhaus wieder in die Regentonne umleiten, sonst haben wir vielleicht kein Wasser, wenn wir fürs Gewächshaus welches brauchen. Andererseits ist jetzt schon fast Mitte April und Anfang Mai wird auch das Gartenwasser wieder angestellt. Und die Kartoffeln? Um Saatkartoffeln zu kaufen, ist es wahrscheinlich schon wieder zu spät. Aber ich habe noch Kartoffeln vom Vorjahr im Keller. In die Erde damit! Da sieht man mal wieder, wie gut es ist, erstmal zu überlegen, bevor man in wilde Hektik verfällt. Mit den genannten Projekten hätte ich gut und gerne zwei Tage vertrödeln können. Nun habe ich sie in fünf Minuten durch Nachdenken erledigt.
Zum Nachdenken muss ich offenbar schreiben und zwar mit Hilfe einer Tastatur. Wenn ich versuche, mit einem Stift zu schreiben, sind die Gedanken weg, ehe ich sie aufschreiben kann. Wenn ich es doch schaffe, einen Gedanken mit einem Stift zu Papier zu bringen, kann ich ihn hinterher nicht mehr entziffern. Zu Ostern habe ich wieder handgeschriebene Karten verschickt, deren Botschaft aber niemand entschlüsseln konnte. Darum hier noch mal in Schönschrift:
ER IST AUFERSTANDEN! ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!
Wie man sieht, bin ich mit den technischen ToDo's leider auch nicht weiter gekommen. Darum erscheinen die Notizen auch weiterhin im Newsletter. Aber bevor ich damit weitere Stunden und Tage vertrödele, denke ich lieber nur darüber nach. Vielleicht verlinke ich den Blog-Post doch nicht auf der Startseite. Sieht im Newsletter nicht schön aus und wirkt auch sonst nur redundant. Oder eben doppelt gemoppelt. - Inzwischen hat die Entropie in unserem Zimmer zugenommen, so dass alle dem Kinde erreichbaren Gegenstände auf dem Fußboden verteilt sind. Wenn es jetzt laufen will, fällt es hin. Wir müssen den Raum wechseln. Ich werde Energie in das System investieren müssen, sprich: Aufräumen. Mit dem Denken ist jetzt jedenfalls Schluss. Für heute.
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