Ein universelles Prinzip
Es hat tatsächlich überlebt! Das Tier, das in meiner Gartenwasser-Anschluß-Grube gestrandet ist, lebt noch. Es hat irgendwie überwintert. Wie gesagt, an Nahrung dürfte es nicht gefehlt haben und die Temperaturen werden dort unten auch moderat gewesen sein. Und was weiß ich denn? Ganz dicht schließt der Deckel der Grube nicht. Vielleicht schläft das Tier nur tagsüber dort unten und ist nächtens in meinem Garten unterwegs? Ein paar Gärten weiter soll es einen Teich geben, wer weiß? Ich mache mir jedenfalls keine Sorgen mehr. Höchstens darum, dass sich schon eine private Inititive zur Rettung der Kröte gegründet hat, die plant, wie man dem Tier am besten helfen könnte.
Zu den regelmäßigen Besuchern unseres Gartens gehört auch eine Katze oder Kater. Ich sah ihn vor kurzem auf meinem Rasen herumspringen, wie solche Tiere herumspringen, wenn sie Beute machen. Tatsächlich hatte er ein maulwurfsgroßes Geschöpf am Wickel, das schon wie eine Maus aussah. Nur eben ziemlich groß. Die Katze konnte es nicht festhalten und es verschwand wieder im Loch. Ich nehme an, es war eine Wühlmaus. Nur in der Nisthilfe, die wir in den Apfelbaum gehängt haben, regt sich nichts.
Der Saturn halte den Rekord bei der Anzahl der Monde und der Jupiter wäre der größte Planet. Welchen Rekord denn die Erde zu bieten habe, wollte unser Vorschüler von mir wissen. Dass sie Leben hervorbringen könne, antwortete ich, das sei doch ziemlich einzigartig. Einzigartig und seltsam, höchst wunderbar und merkwürdig. Vielleicht sind aber Beseeltheit und Geist etwas, das gar nicht an die Existenz von Leben gebunden ist. Dass sich daraus auch Leben entwickelt, könnte zwangsläufig sein, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen vorhanden sind. Aber Leben wäre dann eben nur eine Manifestationsform eines universellen Prinzips. Und vielleicht nicht mal die glücklichste.