Und nun zum Wetter
Meine schöne und tüchtige Frau hatte aus den Überresten des Sonntagsessens eine Gemüsesuppe zusammengerührt, die Ihresgleichen suchte. Leider fing sie über Nacht an zu gären und war am nächsten Tag nicht mehr genießbar. (Die Suppe!) Jeden anderen hätte das wahrscheinlich aus der Bahn geworfen, aber ich reaktivierte mein altes Survival-Programm und kochte Nudeln mit Tomatensoße aus dem Glas. Nichts leichter als das. Die Gemüsesuppe mussten wir leider der Kompostierung übergeben. Das erinnerte mich an eine Fahrt mit Jugendlichen, wo unsere Küchenfee auch ein vortreffliches Gulasch für den nächsten Tag am Abend zuvor vorbereitet hatte. Am nächsten Morgen knisterte es jedoch im Topf. Alles weggeschmissen. Ein Jammer.
Aber was soll's? Besser, als sich zu vergiften. Als meine schöne Frau wieder zu Hause war, bot ich an, den Topf zum Kompost zu tragen. Kaum stand ich im Freien, tat sich der Himmel auf und ein Wolkenbruch regnete sich an mir ab. Ja, Herrschaftszeiten, bei so einem Wetter schickt man doch keinen Hund auf die Straße. Aber ich muss mit einem Topf in der Hand zum Kompost. Ich lief betont langsam. Meine Frau sollte ruhig sehen, in welches Wetterchaos ich mich für meine Familie stürze.
Trotz Gummistiefel war ich bis auf die Haut durchnässt, als ich beim Kompost ankam. So einen Regen hatten wir hier lange nicht. Es wurde aber auch Zeit. Der Ackerboden war schon so trocken, dass er in alle Winde verweht zu werden drohte. Als ich tropfnass wieder in der Küche stand, wurde ich keineswegs für meine Unerschrockenheit und meinen Heldenmut bewundert. Ich hätte halt früher gehen sollen, als es noch nicht geregnet hat. Ja, da ist etwas dran. Es bleibt zu hoffen, dass es sich in der Nacht ordentlich ausregnet, wie es sich gehört, damit ich einigermaßen trocken in den Kindergarten komme. Und wieder zurück.