Die Mondfahrer
Der Mond ist weiter von uns weg, als irgendein anderer Ort auf der Erde. Darum muss man, wenn man richtig weit weg will, schon wenigstens zum Mond fliegen. Aber es geht ja diesmal noch nicht wirklich wieder auf den Mond, sondern drum herum. Das ist ein bisschen, als würde man nicht nach Ulm fahren, um dann in Ulm zu sein, sondern nur um Ulm herum. Um in Ulm schon mal einen geeigneten Parkplatz zu finden. Ganz schön schräg.
Es könnte natürlich auch leicht passieren, dass sich die Mondfahrer auf ihrem Weg verfliegen. Es passiert diesmal natürlich nicht, denn sie sind ja bei Vollmond losgeflogen. Da können sie den Mond eigentlich nicht verfehlen. Wenn jetzt aber Neumond gewesen wäre, wären sie vielleicht am Mond vorbei und in den Asteroiden-Gürtel geflogen. Ob sie von dort wieder zurück gefunden hätten, steht in den Sternen. Vielleicht hätten sie auf einem Asteroiden aufgesetzt und wären dort liegen geblieben, wie der Wal vor Wismar.
Na ja, das kann heute alles nicht mehr passieren, denn die Mondrakete fliegt vollautomatisch und nur testweise fliegen die Astronauten mal selbst. Ob sie es überhaupt können. Ich finde das ein bisschen leichtsinnig, denn schließlich ist es fünfzig Jahre her, dass Menschen zum Mond geflogen sind. Das ist ein wieder so, als würde meine schöne Frau versuchen wollen, mit einem Pferdefuhrwerk auf der Autobahn in die Hauptstadt zu fahren. Das sollen sie mal lieber die KI machen lassen. Und sich um die Toilette kümmern.